Webhook-Payloads erklärt
23. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit
Der Payload ist der Body des POST-Requests – die eigentliche Nachricht. Jeder Anbieter strukturiert ihn anders, aber wenn du die drei üblichen Muster kennst, wird jeder Payload in Sekunden lesbar.
Anatomie eines Payloads
Fast immer JSON, fast immer mit drei Zutaten: was passiert ist (Ereignistyp), womit (das Objekt) und wann (Zeitstempel oder ID).
{
"type": "payment_intent.succeeded", ← Ereignistyp
"created": 1690000000, ← wann
"data": { ← das Objekt
"object": { "id": "pi_3N…", "amount": 4999, "currency": "eur" }
}
}
Die drei üblichen Muster
1. Typisierter Umschlag (Stripe, Vercel)
Eine Hülle mit type und einem verschachtelten data-Objekt. Ein Endpoint empfängt alle Ereignistypen; du verzweigst über type. Ausführlich, aber selbsterklärend.
2. Ereignis im Header (GitHub, GitLab)
Der Body ist das Objekt selbst; der Ereignistyp steht in einem Header wie X-GitHub-Event: push. Kompakt, aber du musst Header lesen, um zu wissen, was ankam.
3. Flaches Objekt (Shopify, viele kleine Tools)
Der Body ist schlicht die Ressource – eine Bestellung, ein Kunde. Der Ereignistyp kommt aus dem Header (X-Shopify-Topic) oder aus der URL, die du pro Ereignis registriert hast.
Die relevanten Felder finden
Lies nicht zuerst die Doku – logge einen echten Payload und schau ihn an. Jeder Anbieter hat einen „Testereignis senden“-Knopf, und Webhook-Testdienste zeigen den rohen Body. Dann pick dir die zwei, drei Felder heraus, die du wirklich brauchst: eine ID zur Deduplizierung, einen Betrag, einen Namen.
Was in der Praxis beißt
- Beträge stehen meist in Cent.
4999heißt 49,99 € – fast jede Payment-API macht das so. - Felder können fehlen. Optionale Felder verschwinden ganz, statt
nullzu sein – defensiv zugreifen. - Payloads wachsen. Anbieter ergänzen Felder ohne Vorwarnung; nie von einer festen Form ausgehen.
- Test-Payloads unterscheiden sich. Der „Test senden“-Knopf erzeugt oft ein Gerüst mit Dummy-IDs – bau nicht allein darauf.
Payload → Push-Benachrichtigung
Wenn ein Webhook einfach nur dein Handy erreichen soll, wird die Payload-Frage klein: Webhooky liest title, message, sound und vibrate, falls vorhanden, und zeigt sonst die Texte, die du für den Endpoint konfiguriert hast – so entsteht auch aus einem Payload, den du nicht kontrollierst, eine lesbare Benachrichtigung. Details in der API-Doku, Hintergrund unter Was ist ein Webhook.
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